
Goethe. Begegnungen und Gespräche. Band VII. 1809–1810. Herausgegeben von Renate Grumach und Bastian Röther. Berlin, Boston: De Gruyter 2022.
Goethes Begegnungen und Gespräche auf der PROPYLÄEN-Plattform
Goethes Begegnungen und Gespräche werden auf der PROPYLÄEN-Plattform sukzessive für Forschung und Lektüre bereitgestellt. Bis 2039 wird die Dokumentation fortlaufend chronologisch vervollständigt und auf schätzungsweise mehr als 45 000 Zeugnisse erweitert.
Aktuell online verfügbar:
- 11 379 Zeugnisse für Begegnungen und Gespräche der Jahre 1753 bis 1799
- 6 770 Zeugnis-Aggregate der Jahre 1753 bis 1799
Zur Edition der Begegnungen und Gespräche
Die Edition Goethe. Begegnungen und Gespräche (kurz BuG) – begründet von Ernst und Renate Grumach – bietet eine umfassende Dokumentation des täglichen persönlichen Umgangs des Dichters mit seinen Zeitgenossen. Genreübergreifend nutzt die Ausgabe Selbstzeugnisse Goethes und Wiedergaben der Gesprächspartner in Tagebüchern, Korrespondenzen und Werken aus handschriftlich-archivalischer und gedruckter Überlieferung. Aus der hier erstmals vorliegenden Zusammenführung Goethes eigener Berichte und Zeugnissen Anderer ergibt sich eine chronologisch dichte Vervollständigung unserer Kenntnis Goethe’scher Begegnungen. Dabei integrieren die Begegnungen und Gespräche im Unterschied zu traditionellen Gesprächsausgaben auch sämtliche Zeugnisse rein dokumentarischen Charakters, die eine Begegnung belegen. Das so entstehende engmaschige Netz persönlicher Kontakte vervollständigt das Bild des Weimarer Geheimrats enorm; greifbar werden u. a. Goethes Begegnungen mit Lavater, Jacobi, Herzog Carl August, Wieland, Herder und Schiller, Charlotte v. Stein und Bettina Brentano, den Brüdern Humboldt und Grimm oder etwa Napoleon und Beethoven.
Die im Verlag De Gruyter publizierte, auf 18 Textbände konzipierte Gesamtausgabe Goethe. Begegnungen und Gespräche, die auf der PROPYLÄEN-Plattform nach und nach veröffentlicht wird, gibt die Zeugnisse in fortschreitender chronologischer Ordnung wieder. Dabei konnte die Datierung zahlreicher Begegnungen und Zeugnisse präzisiert und vielfach eine tagesgenaue, häufig sogar ereignisgebundene Reihenfolge erreicht werden. Die konsequente Ordnung nach dem jeweiligen Begegnungsdatum und dem Begegnungsort als Grundprinzip der Ausgabe hat zur Folge, dass sämtliche ein und dieselbe Begegnung reflektierenden Zeugnisse an einem Ort zusammengeführt und Chronologie und Inhalt nachvollziehbar werden.