Was sind die PROPYLÄEN?

In Anlehnung an die antike Bezeichnung für die Vorhalle der Athener Akropolis öffnen die PROPYLÄEN vielfältige Zugänge zu Johann Wolfgang von Goethes Leben, Werk, Kommunikation und Handeln. Seine Tagebücher und Briefwechsel, seine Begegnungen und Gespräche lassen das detailgenaue Bild eines Ausnahmeindividuums entstehen und entfalten ein einzigartiges Panorama der Literatur, Kunst, Philosophie und Wissenschaften von der Mitte des 18. bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts. Die biographischen Zeugnisse werden erstmals digital auf einer gemeinsamen Plattform präsentiert.

Die historisch-kritischen Editionen von Goethes Tagebüchern (GT) und Briefen (GB), die Regestausgabe der Briefe an Goethe (RA) sowie die Ausgabe von Goethes Begegnungen und Gesprächen (BuG) werden im Goethe- und Schiller-Archiv in Weimar erarbeitet. Die Buchausgaben erscheinen bei De Gruyter (GB, BuG) sowie Metzler/Springer (GT, RA). Der Goethe-Nachlass im Goethe- und Schiller-Archiv Weimar gehört zum UNESCO-Weltdokumentenerbe.

Die PROPYLÄEN führen bis 2039 sämtliche edierte Texte, Kommentare und Register zusammen. Die Plattform bietet über die Inhalte der gedruckten Ausgaben hinaus die Digitalisate sämtlicher überlieferter Handschriften zu Goethes Biographica (mit Ausnahme der Zeugnisse der Begegnungen und Gespräche Goethes) sowie die Transkriptionen der an Goethe gerichteten Briefe.

Die Quellen sind differenziert durchsuchbar und die Ergebnisse nach eigenen Bedürfnissen strukturierbar. Die Informationsarchitektur der Plattform ist offen angelegt, so dass ergänzend weitere Texte von und zu Goethe, digitale Ressourcen, Quellen- und Referenzwerke integriert werden können.

Die PROPYLÄEN entstehen in enger Kooperation zwischen der Klassik Stiftung Weimar, der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig, der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz sowie dem Freien Deutschen Hochstift in Frankfurt am Main. Das Vorhaben ist Teil im Akademienprogramm – dem derzeit größten geistes- und kulturwissenschaftlichen Langfrist-Forschungsprogramm der Bundesrepublik Deutschland.