Technische Konzeption

Release-Notes für PROPYLÄEN-Plattform (Version vom 17.06.2025)

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Release-Notes für PROPYLÄEN-Plattform (Version vom 02.09.2024)

Übergreifendes:

Teilprojekt Goethes Tagebücher (GT):

12 192 neue Einträge (1790 bis 1832):

Teilprojekt Briefe von Goethe (GB):

17 146 neue Briefe (1764 bis 1832):

Teilprojekt Briefe an Goethe:

15 062 neue Briefe (1787 bis 1824):

Teilprojekt Goethes Begegnungen und Gespräche (BuG):

5 593 neue Zeugnisse (1786 bis 1799):

Modellierung und Editionserstellung

Das PROPYLÄEN-Projekt verwendet als grundlegendes Datenformat XML, das nach den Richtlinien der Text Encoding Initiative (TEI) aufgebaut ist. Der TEI-Standard wurde speziell für die Modellierung von Text in digitaler Form entwickelt und ist im Kontext digitaler Editionen weit verbreitet. Um die Datenstrukturen der einzelnen Teilvorhaben genau beschreiben zu können, wurden zudem für jedes Teilprojekt eigene XML-Schemata entwickelt. Die Daten der bereits erschienenen Bände der Teilprojekte werden durch Retrodigitalisierung gewonnen.

Speicherung, Versionierung und Transformation

Die Daten des PROPYLÄEN-Projekts werden in einem Git gespeichert und verwaltet. Dort liegen alle Arbeitsdaten sowie die Skripte für ihre Transformation. Die Dateien des Repositoriums befinden sich unter Versionsverwaltung, sodass auch auf frühere Bearbeitungsstände zurückgegriffen werden kann. Das wichtigste Werkzeug für die Transformation der Daten bilden die X-Technologien XSLT und XQuery, die an verschiedenen Stellen im Arbeitsprozess eingesetzt werden. Sie kommen beispielsweise bei der HTML-Transformation der XML-Daten für die Plattform, der Bereitstellung der Daten für die TEI-Schnittstelle sowie im Zuge der Retrodigitalisierung zur Anwendung. Als Entwicklungsumgebung für X-Technologien kommt der Oxygen XML Editor zum Einsatz.

Normierung und Identifizierung

Einen zentralen Bestandteil des Projektes bilden Normdaten, mit deren Hilfe sich verschiedene Entitäten – etwa Personen, Körperschaften oder Geografika – eindeutig identifizieren lassen. Personen-, körperschafts- und ortsbezogene Normdaten werden in der gemeinsamen Stiftungsnormdatenbank gesammelt und mit Referenzen auf Entitäteneinträge in umfangreichen Normdatenbanken wie bspw. der Deutschen Nationalbibliothek (GND) oder GeoNames versehen. Auch Literatur- und Datumsangaben werden normiert. Mit den Schnittstellen zur GND und zu GeoNames schafft das Projekt zudem die Grundlagen dafür, Linked-Open-Data-Strukturen aufzubauen. Diese Arbeiten werden in einer zukünftigen Plattformversion weitere Recherchefunktionalitäten ermöglichen.

Die Stiftungsnormdatenbank ist als Forschungsdatenbank so:fie auch öffentlich zugänglich.

Präsentation

Zur Publikation und Präsentation der Forschungsdaten wird das Content Management System TYPO3 eingesetzt. Es bietet über Extensions die Möglichkeit, das System an die Bedürfnisse des Projekts anzupassen. Die PROPYLÄEN nutzen hierfür das von der Digitalen Akademie entwickelte Cultural Heritage Framework (CHF), ein Netzwerk aus verschiedenen Typo3-Extensions, die speziell auf Objekte des kulturellen Erbes zugeschnitten sind. Es bildet das Herzstück der Plattform, da sich darüber die einzelnen Komponenten des Frameworks gemeinsam strukturieren und zueinander in Beziehung setzen lassen. Die Darstellung der Objekte kann mithilfe von Fluid-Templates über Typo3 gesteuert werden. Für die Präsentation im Frontend werden zudem Cascading Style Sheets (CSS) und JavaScript verwendet, wodurch unter anderem die Kombination verschiedener Spalten in der Quellenansicht möglich wird. Alle Zeugnisse sind mit Identifikatoren versehen und damit individuell zitierbar.

Eine TEI-Schnittstelle (Doku) bietet die Möglichkeit, die menschen- und maschinenlesbaren Forschungsdaten der einzelnen Zeugnisse automatisiert abzufragen. Bisher ist dies prototypisch für 2 404 Briefe an Goethe (September 1786 bis 1797) umgesetzt. Die Schnittstelle wird im Rahmen der Projektlaufzeit sowohl inhaltlich um weitere Zeugnisse angereichert als auch technisch kontinuierlich ausgebaut.

Neben den Texten der Zeugnisse sind auch Digitalisate in die Plattform eingebunden. Über eine IIIF-Schnittstelle (Doku) werden sie aus Datenbanken der Klassik Stiftung Weimar bereitgestellt. IIIF (International Image Interoperability Framework) ist ein Standard, der gewährleisten soll, dass beim Austausch von Bilddaten verschiedene Datenbanksysteme zusammenarbeiten können. Die Anzeige der Digitalisate auf der Plattform erfolgt über den OpenSeadragon-Viewer.