= Schwere Hand der Götter

Gebaut1 und gepflanzt. Die Weymuths fichten

  1. davor Verweisungszeichen wie unter 39,23  ↑

H: GSA 27/3


Das Tagebuch ist von Goethe eigenhändig geschrieben. (Zusätze von fremder Hand siehe unten.) Die Eintragungen befinden sich auf Durchschußblättern (170 × 205 mm) und auf eingelegten Doppelblättern (165/170 × 200 mm) in einem vorgedruckten Kalender mit dem Titel: »Neueingerichteter Schreib-Calender, / auf das Jahr/ 1777. / nebst der Erzählung / Stephan Rundhuts / ferneren Haus- und Ehestandes. / Weimar, gedruckt bey Conr. Jacob Leonhard Glüsing.«

Druckseiten des Kalenders: 46 (unpaginiert)

Durchschuß- und Einlageblätter insgesamt: 18

Beschriebene Blätter: 18 (darunter eine Seite des Kalenders)


Kalendereinband (175 × 200 mm) aus gemustertem karmesinrotem Kartonpapier. Auf der Vorderseite achteckiges Titelschild mit der Aufschrift 1777. von Goethes Hand. Der Rücken des Kalenders stark abgegriffen. Die bedruckten Kalenderseiten und die Innenseiten des Einbands aus holzhaltigem Druckpapier, die Durchschuß- und Einlageblätter aus stark vergilbtem festem Schreibpapier, die Ränder gewellt. Die Außenränder zum Teil stark abgegriffen. Von Bl 9–10 Rand und Schriftfeld eingeschnitten. Am Außenrand von Bl 17 aufgeleimt ein 10 mm breiter Papierstreifen. Auf der Rückseite der Blätter 10, 14 und 18 Abdruck von rotem Siegellack. Fadenheftung.


Inhalt des »Schreib-Calenders« 1777:

  • Ks 1: Titelblatt des Kalenders mit Illustration zur »Erzählung Stephan Rundhuts«
  • Ks 2 leer
  • Ks 3: Historische und astronomische Daten (vgl das Verzeichnis der Abkürzungen, astronomischer und anderer Zeichen Goethes, S. 336)
  • Ks 4: Kalender für Januar mit Angabe der Namenstage, des Sonnen-und des Mondlaufes, der »Planetenscheine und Witterung, 1777«, Horoskop
  • Ks 5: Weitere Angaben zum Monat Januar: Zählung der Tage, »Gewitters Beschreib.«, Horoskop, »Fortsetzung von Stephan Rundhuts ferneren Lebenslaufe.«
  • Ks 6–27: Kalender für Februar bis Dezember; jeweils wie für den Monat Januar beschrieben
  • Ks 28: »Aderlaß-Tafel.«
  • Ks 29–40: »Calender-Practica auf das Jahr 1777.«
  • Ks 41–46: »PostBericht. Verzeichniß der 〈…〉 Messen und Jahrmärckte. Resolvirung, Thaler zu Gülden, und Gülden zu Thalern zu machen. ThorSperrOrdnung.«
    • Inhalt des »Schreib-Calenders« 1777:

    • Ks 1: Titelblatt des Kalenders mit Illustration zur »Erzählung Stephan Rundhuts«
    • Ks 2 leer
    • Ks 3: Historische und astronomische Daten (vgl das Verzeichnis der Abkürzungen, astronomischer und anderer Zeichen Goethes, S. 336)
    • Ks 4: Kalender für Januar mit Angabe der Namenstage, des Sonnen-und des Mondlaufes, der »Planetenscheine und Witterung, 1777«, Horoskop
    • Ks 5: Weitere Angaben zum Monat Januar: Zählung der Tage, »Gewitters Beschreib.«, Horoskop, »Fortsetzung von Stephan Rundhuts ferneren Lebenslaufe.«
    • Ks 6–27: Kalender für Februar bis Dezember; jeweils wie für den Monat Januar beschrieben
    • Ks 28: »Aderlaß-Tafel.«
    • Ks 29–40: »Calender-Practica auf das Jahr 1777.«
    • Ks 41–46: »PostBericht. Verzeichniß der 〈…〉 Messen und Jahrmärckte. Resolvirung, Thaler zu Gülden, und Gülden zu Thalern zu machen. ThorSperrOrdnung.«

    Schreibmaterial und Zusätze von fremder Hand:

    Schwarze, zum Teil ins Bräunliche verblaßte Tinte. Mit Bleistift Eintragung auf Bl 14 Vs.

    Einzeichnung runder Klammern, mit Bleistift (Kanzler von Müller?):

  • 28. August: (Teichreden, Eschdorf,) (Ehrenstein bis Wilbach,)
  • 29. August: (d. 29 bis zu Tische zurück.)
  • 30. August: (früh bis herein.)
  • 30.–31. August: (Beust. bis den Abend.)
  • 2. September: (Die Kränze bis war.)
  • 3.–4. September: (Maj. v. Beust bis Caberts |)
  • 8. Oktober: (Stund bis wieder auf.)
  • 6. Dezember: (Gessen bis zurück.)
  • 8. Dezember: (Schlug bis Fremden.)
  • 9. Dezember: (Nach Tische bis sehn.)
  • 13. Dezember: (Fuhr bis Aug.) (musste das Aug verbinden)
  • 15. Dezember: (Uberredeten bis lassen.)
    • Einzeichnung runder Klammern, mit Bleistift (Kanzler von Müller?):

    • 28. August: (Teichreden, Eschdorf,) (Ehrenstein bis Wilbach,)
    • 29. August: (d. 29 bis zu Tische zurück.)
    • 30. August: (früh bis herein.)
    • 30.–31. August: (Beust. bis den Abend.)
    • 2. September: (Die Kränze bis war.)
    • 3.–4. September: (Maj. v. Beust bis Caberts |)
    • 8. Oktober: (Stund bis wieder auf.)
    • 6. Dezember: (Gessen bis zurück.)
    • 8. Dezember: (Schlug bis Fremden.)
    • 9. Dezember: (Nach Tische bis sehn.)
    • 13. Dezember: (Fuhr bis Aug.) (musste das Aug verbinden)
    • 15. Dezember: (Uberredeten bis lassen.)

    In der Tgb-Eintr 29. August nach unter weegs Punkt mit Bleistift ergänzt (Kanzler von Müller?).

    Auf den beschriebenen Blättern Bleistiftpaginierung von unbekannter Hand jeweils Vs rechts oben.

    Bleistiftvermerke: auf dem vorderen Inneneinband der Signaturvermerk »3« (mit Tinte überzogen), auf Bl 14 Rs rechts unten »Tagebuch 1777 Bd. 12/13«.


    Zählung und Anordnung der Handschrift:

  • Bl 1 (zwischen Ks 4 und 5): Tgb-Eintr Januar
  • Ks 5, auR: Tgb-Eintr 31. Januar
  • Bl 2 (zwischen Ks 6 und 7): Tgb-Eintr Februar
  • Bl 3 (zwischen Ks 8 und 9): Tgb-Eintr März
  • Bl 4 (zwischen Ks 10 und 11): Tgb-Eintr April
  • Bl 5 (zwischen Ks 12 und 13): Tgb-Eintr Mai
  • Bl 6 (zwischen Ks 14 und 15): Tgb-Eintr Juni
  • Bl 7 (zwischen Ks 16 und 17): Tgb-Eintr Juli
  • Bl 8 (zwischen Ks 18 und 19): Tgb-Eintr August
  • Bl 9–10 (zwischen Bl 8 und Ks 19 eingelegtes Doppelbl)
  • Bl 9: Tgb-Eintr August/September
  • Bl 10 leer
  • Bl 11 (zwischen Ks 20 und 21): Tgb-Eintr September
  • Bl 12 (zwischen Ks 22 und 23): Tgb-Eintr Oktober
  • Bl 13–14 (zwischen Bl 12 und Ks 23 eingelegtes Doppelbl)
  • Bl 13: Tgb-Eintr Oktober
  • Bl 14 Vs: Tgb-Eintr Heiliges Schicksaal bis d. 14 Nov.
    / Undatierte Bleistifteintragung Acht bis Maus geht durch.
  • Bl 14 Rs leer
  • Bl 15 (zwischen Ks 24 und 25): Tgb-Eintr November
  • Bl 16 (zwischen Ks 26 und 27): Tgb-Eintr November/Dezember
  • Bl 17–18 (zwischen Bl 16 und Ks 27 eingeklebtes Doppelbl)
  • Bl 17 Vs und 18 Vs: Tgb-Eintr Dezember
  • Bl 17 Rs und 18 Rs leer
    • Zählung und Anordnung der Handschrift:

    • Bl 1 (zwischen Ks 4 und 5): Tgb-Eintr Januar
    • Ks 5, auR: Tgb-Eintr 31. Januar
    • Bl 2 (zwischen Ks 6 und 7): Tgb-Eintr Februar
    • Bl 3 (zwischen Ks 8 und 9): Tgb-Eintr März
    • Bl 4 (zwischen Ks 10 und 11): Tgb-Eintr April
    • Bl 5 (zwischen Ks 12 und 13): Tgb-Eintr Mai
    • Bl 6 (zwischen Ks 14 und 15): Tgb-Eintr Juni
    • Bl 7 (zwischen Ks 16 und 17): Tgb-Eintr Juli
    • Bl 8 (zwischen Ks 18 und 19): Tgb-Eintr August
    • Bl 9–10 (zwischen Bl 8 und Ks 19 eingelegtes Doppelbl)
    • Bl 9: Tgb-Eintr August/September
    • Bl 10 leer
    • Bl 11 (zwischen Ks 20 und 21): Tgb-Eintr September
    • Bl 12 (zwischen Ks 22 und 23): Tgb-Eintr Oktober
    • Bl 13–14 (zwischen Bl 12 und Ks 23 eingelegtes Doppelbl)
    • Bl 13: Tgb-Eintr Oktober
    • Bl 14 Vs: Tgb-Eintr Heiliges Schicksaal bis d. 14 Nov.
      / Undatierte Bleistifteintragung Acht bis Maus geht durch.
    • Bl 14 Rs leer
    • Bl 15 (zwischen Ks 24 und 25): Tgb-Eintr November
    • Bl 16 (zwischen Ks 26 und 27): Tgb-Eintr November/Dezember
    • Bl 17–18 (zwischen Bl 16 und Ks 27 eingeklebtes Doppelbl)
    • Bl 17 Vs und 18 Vs: Tgb-Eintr Dezember
    • Bl 17 Rs und 18 Rs leer

    D:

  • Friedrich Wilhelm Riemer: Mitteilungen über Goethe. Aus mündlichen und schriftlichen, gedruckten und ungedruckten Quellen. Bd 2. Berlin 1841. S. 43, 49–50, 52–54 (Auszüge)
  • Carl August Hugo Burkhardt: Goethe’s Tagebuch 1777. In: Die Grenzboten 33 (1874), 1. Semester, 2. Bd, Nr 22. S. 331–339 (Auszüge)
  • Robert Keil: Goethe’s Tagebuch aus den Jahren 1776–1782. Leipzig 1875. S. 97–141
  • WA III 1, 30–58, udT: 1777.
    • D:

    • Friedrich Wilhelm Riemer: Mitteilungen über Goethe. Aus mündlichen und schriftlichen, gedruckten und ungedruckten Quellen. Bd 2. Berlin 1841. S. 43, 49–50, 52–54 (Auszüge)
    • Carl August Hugo Burkhardt: Goethe’s Tagebuch 1777. In: Die Grenzboten 33 (1874), 1. Semester, 2. Bd, Nr 22. S. 331–339 (Auszüge)
    • Robert Keil: Goethe’s Tagebuch aus den Jahren 1776–1782. Leipzig 1875. S. 97–141
    • WA III 1, 30–58, udT: 1777.

    Schwere Hand bis gepflanzt] Siehe die Erläuterung zu 28. März 1777. Siehe Brief an Charlotte von Stein, zwischen 6. und 13. April 1777 (WA IV 3, 145; Datierung nach BGS 1, 67): Wie die Götter mit mir stehen weis ich nicht, so viel weis ich: dass sie Geistern Macht über mich gegeben haben, die denn in ihrem Streit mich treten und treiben 〈…〉. Ich wollt heut zu Ihnen essen 〈…〉. Musste aber bauen und pflanzen.

    Weymuths fichten] Gemeint: Weymouthskiefern, benannt nach Thomas Thynne Weymouth, der die Baumart von Nordamerika nach Europa brachte. Die wohl aus Frankfurt angekommenen Bäume waren vermutlich für die Anpflanzung in Goethes Garten am Stern bestimmt; vgl die Erläuterung zu 14. März 1776.

    Nutzungsbedingungen

    Kontrollen

    Kontrast:
    SW-Kontrastbild:
    Helligkeit:

    Kodierungsstatus:


    Zum XML/TEI des Tagebucheintrags.

    Zitierhinweis

    Online-Edition:
    GT I, ⟨nach 6.4.1777⟩ (Wolfgang Albrecht/Andreas Döhler), in: /id/GT01_0330 (Version vom 02.09.2024).ⓘ

    Druck des Tagebucheintrages:
    Text: GT I 1, S. 40 (Wolfgang Albrecht/Andreas Döhler), Stuttgart 1998.
    Kommentar: GT I 2, S. 427 (Wolfgang Albrecht/Andreas Döhler), Stuttgart 1998.

    Zurück zum Seitenanfang