den 14 Babyloni. Weiden von Frankf. angk.1

  1. danach get: den 18 bin Ich mit des Herzogs Kammerdiener Mittags 3 Uhr von Weimar weg 5 Uhr in Buttelstedt von da // den 19 Nachts 12 ab., danach ca drei Zeilen leer  ↑

H: GSA 27/2


Das Tagebuch ist fast durchweg von Goethe eigenhändig geschrieben. Die Tgb-Eintragungen 11. März – 17. April von der Hand Philipp Seidels, Tgb-Eintragungen 4.–19. Dezember von unbekannter Hand. (Zusätze von unbekannter Hand siehe unten.) Die Eintragungen befinden sich auf Durchschußblättern (170 × 200 mm) und einem quer beschriebenen Einlageblatt (200 × 150 mm) in einem vorgedruckten Kalender mit dem Titel: »Nach verbesserter und alter Zeit / wohleingerichteter / Sachsen-Weimarischer / Calender, / in welchem / das Leben / der Durchl. Herzoge zu Sachsen / zu erzehlen fortgesetzet wird, / auf das Schalt-Jahr nach Christi Geburt / 1776. / Mit Hochfürstl. Sächs. gnäd. Privilegio. / Weimar, / gedruckt und zu finden bey Conrad Jacob Leonhard Glüsing, / Fürstl. Sächs. privil. Hof-Buchdrucker.«

Druckseiten des Kalenders: 36 (unpaginiert; die Kalenderseiten 37–40 fehlen im vorliegenden Exemplar)

Durchschuß- und Einlageblätter insgesamt: 25

Beschriebene Blätter: 16


Kalendereinband (175 × 200 mm) aus dreifarbig gemustertem Kartonpapier. Auf der Vorderseite achteckiges Titelschild mit der Aufschrift 1776. von Goethes Hand. Am rechten Rand der vorderen Einbandseite zwei Einrisse, der Rücken des Kalenders stark abgegriffen, die Unterseite tintenfleckig. Die bedruckten Kalenderseiten und die Innenseiten des Einbands aus holzhaltigem Druckpapier, die Durchschuß- und Einlageblätter aus festem, zum Teil stark vergilbtem Schreibpapier, die Ränder unbeschnitten, gewellt. Ks 35/36 am Bundsteg 180 mm von unten und 5 mm von oben schräg eingeschnitten. Fadenheftung.


Inhalt des »Sachsen-Weimarischen Calenders« 1776:

Ks 1: Frontispiz. Im oberen Teil Abbildung Bernhards des Großen mit der Aufschrift »HBernhard der Große Hertzog zu Sachsen etc.« und Titelei: »Wohleingerichteter privilegirt-verbesserter Kriegs- und Historien CALENDER auf das Schalt Jahr 1776«, im unteren Viertel das Weichbild Weimars

Ks 2 leer

Ks 3: Titelblatt des Kalenders

Ks 4–5: Astronomische und historische Daten (vgl das Verzeichnis der Abkürzungen, astronomischer und anderer Zeichen Goethes, S. 366)

Ks 6: Kalender für Januar mit Angabe der Namenstage, des Sonnen-und des Mondlaufes, der »Planetenscheine und Witterung, 1776«, Ratschläge für den Monat

Ks 7: Weitere Angaben zum Monat Januar: Zählung der Tage, »Gewitters Beschreib.«, Geburtstage von Fürsten, »LebensBeschreibung Wilhelm des Vierten, Herzog zu Sachsen.«

Ks 8–29: Kalender für Februar bis Dezember; jeweils wie für den Monat Januar beschrieben

Ks 30: »Aderlaß-Tafel.«

Ks 31–34: »Astrologische Muthmaßungen«

Ks 35–36: »PostBericht. Verzeichniß der 〈…〉 Messen und Jahrmärckte. ⟨Altenburg-Eschwege⟩«


Schreibmaterial und Zusätze von unbekannter Hand:

Schwarze, zum Teil ins Bräunliche verblaßte Tinte. Die Tgb-Eintragung 2. August mit Bleistift geschrieben und mit Tinte überzogen, Tgb-Eintragung 28. September mit Bleistift.

Auf den beschriebenen Blättern Bleistiftpaginierung von unbekannter Hand jeweils Vs rechts oben.



D:

  • Carl August Hugo Burkhardt: Kritische Bemerkungen zu Goethe’s Biographien. In: Die Grenzboten 33 (1874), 1. Semester, 1. Bd, Nr 10. S. 378–379 Fußnote (Auszüge)
  • Robert Keil: Goethe’s Tagebuch aus den Jahren 1776–1782. Leipzig 1875. S. 61–94
  • WA III 1, 11–29, udT: 1776.
    • D:

    • Carl August Hugo Burkhardt: Kritische Bemerkungen zu Goethe’s Biographien. In: Die Grenzboten 33 (1874), 1. Semester, 1. Bd, Nr 10. S. 378–379 Fußnote (Auszüge)
    • Robert Keil: Goethe’s Tagebuch aus den Jahren 1776–1782. Leipzig 1875. S. 61–94
    • WA III 1, 11–29, udT: 1776.

    Babyloni. Weiden von Frankf. angk.] Die aus Frankfurt angekommenen Trauerweiden (Salix babylonica) waren vermutlich für die Anpflanzung in Goethes Garten am Stern bestimmt. Nach einer Anordnung Carl Augusts vom 14. Juni 1776 hatte jeder neue Bürger sechs Obst- oder andere Nutzbäume zu setzen; siehe Wolfgang Huschke: Einige orts- und familiengeschichtliche Betrachtungen über Goethes Weimar. In: Festschrift für Friedrich von Zahn. Bd 1, Köln, Graz 1968, S. 550. Goethe erhielt das Weimarer Bürgerrecht am 26. April 1776. Nach Düntzer 1889, S. 14, bestellte Goethe die Bäume für den Hofgarten in Belvedere, wo er eine Einsiedeley (WA IV 3, 65) anlegte; siehe die erste Erläuterung zu 17. Mai 1776.

    Nutzungsbedingungen

    Kontrollen

    Kontrast:
    SW-Kontrastbild:
    Helligkeit:

    Kodierungsstatus:


    Zum XML/TEI des Tagebucheintrags.

    Zitierhinweis

    Online-Edition:
    GT I, 14.3.1776 (Wolfgang Albrecht/Andreas Döhler), in: /id/GT01_0017 (Version vom 02.09.2024).ⓘ

    Druck des Tagebucheintrages:
    Text: GT I 1, S. 17 (Wolfgang Albrecht/Andreas Döhler), Stuttgart 1998.
    Kommentar: GT I 2, S. 386 (Wolfgang Albrecht/Andreas Döhler), Stuttgart 1998.

    Zurück zum Seitenanfang