9. Die Mitschuldigen, schlecht gespielt.
Zitierhinweis
Online-Edition:
GT I, 9.1.1777 (Wolfgang Albrecht/Andreas Döhler), in: /id/GT01_0258 (Version vom 02.09.2024).ⓘ
Druck des Tagebucheintrages:
Text: GT I 1, S. 35 (Wolfgang Albrecht/Andreas Döhler), Stuttgart 1998.
Kommentar: GT I 2, S. 418 (Wolfgang Albrecht/Andreas Döhler), Stuttgart 1998.
H: GSA 27/3
Das Tagebuch ist von Goethe eigenhändig geschrieben. (Zusätze von fremder Hand siehe unten.) Die Eintragungen befinden sich auf Durchschußblättern (170 × 205 mm) und auf eingelegten Doppelblättern (165/170 × 200 mm) in einem vorgedruckten Kalender mit dem Titel: »Neueingerichteter Schreib-Calender, / auf das Jahr/ 1777. / nebst der Erzählung / Stephan Rundhuts / ferneren Haus- und Ehestandes. / Weimar, gedruckt bey Conr. Jacob Leonhard Glüsing.«
Druckseiten des Kalenders: 46 (unpaginiert)
Durchschuß- und Einlageblätter insgesamt: 18
Beschriebene Blätter: 18 (darunter eine Seite des Kalenders)
Kalendereinband (175 × 200 mm) aus gemustertem karmesinrotem Kartonpapier. Auf der Vorderseite achteckiges Titelschild mit der Aufschrift 1777. von Goethes Hand. Der Rücken des Kalenders stark abgegriffen. Die bedruckten Kalenderseiten und die Innenseiten des Einbands aus holzhaltigem Druckpapier, die Durchschuß- und Einlageblätter aus stark vergilbtem festem Schreibpapier, die Ränder gewellt. Die Außenränder zum Teil stark abgegriffen. Von Bl 9–10 Rand und Schriftfeld eingeschnitten. Am Außenrand von Bl 17 aufgeleimt ein 10 mm breiter Papierstreifen. Auf der Rückseite der Blätter 10, 14 und 18 Abdruck von rotem Siegellack. Fadenheftung.
Inhalt des »Schreib-Calenders« 1777:
Schreibmaterial und Zusätze von fremder Hand:
Schwarze, zum Teil ins Bräunliche verblaßte Tinte. Mit Bleistift Eintragung auf Bl 14 Vs.
Einzeichnung runder Klammern, mit Bleistift (Kanzler von Müller?):
In der Tgb-Eintr 29. August nach unter weegs Punkt mit Bleistift ergänzt (Kanzler von Müller?).
Auf den beschriebenen Blättern Bleistiftpaginierung von unbekannter Hand jeweils Vs rechts oben.
Bleistiftvermerke: auf dem vorderen Inneneinband der Signaturvermerk »3« (mit Tinte überzogen), auf Bl 14 Rs rechts unten »Tagebuch 1777 Bd. 12/13«.
Zählung und Anordnung der Handschrift:
/ Undatierte Bleistifteintragung Acht bis Maus geht durch.
D:
Die Mitschuldigen, schlecht gespielt] Wohl Erstaufführung des Dramas »Die Mitschuldigen« (WA I 9, 39–115); zweite Fassung, entstanden 1769, ED 1899. Das Datum der ersten von insgesamt zwei oder drei Aufführungen des Dramas ist umstritten; siehe Sichardt, S. 141–142. Mitwirkende laut Lyncker, S. 65: Goethe (Alcest), Corona Schröter (Sophie), Friedrich Justin Bertuch (Söller), Johann Carl August Musäus (Wirt). Als Darsteller des Söller wünschte sich Goethe Friedrich Hildebrand von Einsiedel; siehe Briefe an Einsiedel, 15. November (WA IV 3, 120; IV 30, 254) und Mitte November 1776 (WA IV 3, 120). Nach Lyncker, S. 65, wurden »Die Mitschuldigen« in Weimar »als ganz unmoralisch angesprochen«.