H. K. G. Graf zu Lynar, Tagebuch 6. 4. 1784 (JbGG NF 14/15, 346) BuG02_3325Copy to Clipboard

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Weimar vor 6. 4. 1784

Ich blieb die Nacht und einen halben Tag in Weimar und erkundigte mich ein wenig, wie es daselbst stehet, in allerhand Rücksicht ... Göthe lebt eingezogen, nimmt sich der Geschaffte mit Eifer an, ist noch immer ledig, und die Gerüchte von seiner Heirath sind ungegründet gewesen; ehedem soll er den Taumel etwas geliebt haben, aber jetzt nicht mehr; er hat allgemein den Ruf eines ehrlichen Mannes, läßt sich die Finanzen sehr angelegen seyn; er mischt sich weder in Religions- noch gelehrte Sachen, antwortet auf keine ihm gemachten Vorwürfe, hat wenig Umgang, mit der Frau von Stein ihres Verstandes wegen noch am meisten.

Zitierhinweis

Online-Edition:
BuG II, BuG02_A_2043 (Ernst Grumach/Renate Grumach), in: /id/BuG02_A_2043 (Version vom 02.09.2024).
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Druck des Zeugnisses:
BuG II, S. 452 (Ernst Grumach/Renate Grumach).

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