Lavater, Tagebuch 23. 6. 1774 (SchrGG 16, 281) BuG01_0547Copy to Clipboard

B2 50  B3 166

Frankfurt 23. 6. 1774

Abends um ½9 Uhr Frankfurth ...

Zu Goethe. allein in seinem Zimmer, mit Schneider von Darmstadt. zu Nacht. „bists“ – bin ichs – unaussprechlich süßer unbeschreiblicher Antritt des Schauens – sehr ähnlich u. unähnlich der Erwartung. von Tausend Dingen. Einige mal schreckliche Phisiognomie. Portrait. – Briefe von Haus noch einmal durchlesen. von der Fraülein von Klettenberg – ach! wie viel hundert Sachen hab ich vergeßen, die Er mir mit der Miene des sich fühlenden Genius sagte. Noch wünschten mir sein Vater u. Mutter eine treflich natürliche Frau eine gute Nacht. Herzliche Umarmung! alles Geist u. Wahrheit was er sagte, ich nicht mehr weiß.

Zitierhinweis

Online-Edition:
BuG I, BuG01_A_0295 (Ernst Grumach/Renate Grumach), in: /id/BuG01_A_0295 (Version vom 02.09.2024).
ⓘ

Druck des Zeugnisses:
BuG I, S. 256 f. (Ernst Grumach/Renate Grumach).

Zurück zum Seitenanfang